Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson, weil sie 2,6 Millionen Euro Fördergeld möglicherweise falsch vergeben hat.

Was ist passiert? Berlins frühere Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson steht im Verdacht der besonders schweren Untreue. Es geht um Fördergeld in Höhe von 2,6 Millionen Euro, das an 13 Projekte gegen Antisemitismus fließen sollte. Der Berliner Landesrechnungshof hat geprüft und gesagt: Die Vergabe war rechtswidrig und willkürlich. Das bedeutet: Es gab keine klaren Regeln, wer Geld bekommt, und einzelne Projekte wurden offenbar nach Gutdünken ausgesucht.

Wer hilft jetzt weiter? Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt. Sie prüft, ob Wedl-Wilson gegen Gesetze verstoßen hat. Auch der Landesrechnungshof hat den Fall öffentlich kritisiert und fordert, dass solche Förderprogramme klarer aufgestellt werden müssen. Der Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses befragt Zeugen, um den Fall vollständig aufzuklären.

Was kannst du tun? Beschäftige dich damit, wie politische Gelder in deiner Stadt oder deinem Land vergeben werden. Viele Verwaltungen veröffentlichen Förderberichte online. Wenn dich ein Thema wie Antisemitismus, Demokratie oder politische Kontrolle interessiert, kannst du bei Jugendorganisationen, Schulprojekten oder politischen Bildungsstätten mitmachen und so mehr darüber lernen, wie Entscheidungen getroffen werden sollten.