Forschende aus Graz zeigen, dass viel Koffein bei jungen Menschen das Herz aus dem Takt bringen kann.
Was ist passiert? Forschende der Medizinischen Universität Graz haben sich angeschaut, was passiert, wenn Kinder und Jugendliche viel Koffein trinken. Ihr Ergebnis: Ein hoher Konsum kann Herzrhythmusstörungen und Veränderungen im EKG auslösen. Hauptgrund ist laut den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der wachsende Konsum von Energydrinks. Auch andere koffeinhaltige Getränke wie Cola oder Kaffee tragen dazu bei. "Obwohl Koffein in niedrigen Dosen im Allgemeinen als sicher gilt, deuten aktuelle Erkenntnisse darauf hin, dass ein hoher Konsum bei jüngeren Menschen Herzrhythmusstörungen und EKG-Veränderungen hervorrufen kann", schreibt das Team um den Grazer Kinderkardiologen Stefan Kurath-Koller in der Fachzeitschrift "Pediatric Cardiology".
Wer hilft? Aufklären und schützen: Kinderärztinnen und Kinderärzte, Schulen und Eltern sind gefragt. Sie können gemeinsam darauf achten, wie viel Koffein ein Kind oder Jugendlicher am Tag trinkt. Auch Hersteller und Politik sind angesprochen, Energydrinks klar zu kennzeichnen und für unter 14-Jährige weniger leicht zugänglich zu machen. Studien wie diese aus Graz liefern dafür die wissenschaftliche Grundlage. Die MedUni Graz und weitere Unis, unter anderem in Wien, arbeiten daran, die Risiken genauer zu beziffern.
