Forscher aus Amsterdam haben untersucht, was Kopfbälle im Amateurfußball im Körper anrichten — und fanden Hinweise auf kurzfristige Veränderungen im Blut.
Stell dir vor, du spielst am Wochenende Fußball und köpfst den Ball ein paar Mal. Was passiert dabei eigentlich in deinem Kopf? Genau das hat ein Team um Königs von der Universität Amsterdam genauer angeschaut. Dafür haben sie 302 Amateurfußballer im Durchschnittsalter von 24,6 Jahren untersucht. Nach dem Spiel wurde ihnen Blut abgenommen — und zwar direkt nach dem Spiel sowie nochmal 24 bis 48 Stunden später. Im Labor wurde dann geprüft, ob bestimmte Stoffe im Blut erhöht waren, die auf Stress für Nervenzellen hindeuten können.
Das Ergebnis: Bei den 216 Spielern, die Kopfbälle gemacht hatten, waren bestimmte Blutwerte direkt nach dem Spiel höher als bei Spielern ohne Kopfbälle. Zwei Werte waren besonders interessant: S100B und p-tau217. Das sind Eiweiße, die im Verdacht stehen, mit Hirnschäden und sogar Alzheimer in Verbindung zu stehen. Wichtig: Nach ein bis zwei Tagen hatten sich die Werte wieder normalisiert. Die Forscher schreiben aber auch, dass sie noch nicht genau wissen, was das langfristig bedeutet — also ob viele Kopfbälle über Jahre hinweg problematisch sind.
