Die Bundesregierung plant eine Reform des Elterngeldes – mit höheren Sätzen, aber auch strengeren Regeln.

Was ist passiert? Bundesfamilienministerin Karin Prien will das Elterngeld reformieren. Geplant ist, dass beide Elternteile künftig mindestens vier statt zwei Monate zu Hause bleiben müssen, um die vollen 14 Monate Elterngeld zu bekommen. Gleichzeitig soll die Leistung selbst steigen: Statt 65 Prozent des Nettoeinkommens soll es etwas mehr geben. Grund für die Reform ist vor allem Geld: Finanzminister Lars Klingbeil hat dem Familienministerium Sparvorgaben von 500 Millionen Euro gemacht.

Wer hilft oder ist beteiligt? Die Bundesregierung arbeitet gerade an einem Haushaltsentwurf, der Anfang Juli fertig sein soll. Familienministerin Prien verhandelt mit dem Finanzministerium und der Koalition. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz ist informiert. Ein Sprecher des Familienministeriums hat dennoch klargestellt, dass über die genauen Änderungen noch verhandelt wird.