Die Bundesregierung plant eine Reform des Elterngeldes: Statt 14 Monate sollen Eltern nur noch 12 Monate Geld bekommen, dafür mehr Anreize für Väter.

Die Bundesfamilienministerin Karin Prien hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Bezugsdauer des Elterngeldes von 14 auf 12 Monate verkürzen soll. Künftig sollen drei Monate für jeden Elternteil reserviert sein, weitere sechs Monate flexibel zwischen Mutter und Vater aufgeteilt werden können. Mütter und Väter können Elterngeld beantragen, wenn sie nach der Geburt eines Kindes eine berufliche Auszeit nehmen.

Der Mindestbetrag soll von 300 auf 330 Euro steigen, der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro. Für Alleinerziehende sieht der Entwurf bis zu zwölf Monate volles Elterngeld vor. Im laufenden Jahr plant die Bundesregierung rund 7,5 Milliarden Euro für das Elterngeld auszugeben, weshalb das Thema auch mit Blick auf den Bundeshaushalt diskutiert wird.

Der Entwurf enthält außerdem eine Änderung des Mutterschutzgesetzes: Arbeitszeitliche Beschäftigungsverbote sollen künftig auf zwölf Monate nach der Geburt beschränkt werden. Der Entwurf wird gerade zwischen den Ministerien abgestimmt und muss anschließend ins Kabinett und in den Bundestag.