Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat angekündigt, an seinem neuen Werk in Alzey in Rheinland-Pfalz nur noch halb so viel Geld zu investieren wie ursprünglich geplant – und macht dafür die Bundesregierung verantwortlich.
Eli Lilly wollte eigentlich 2,5 Milliarden US-Dollar in eine große Produktionsanlage in Alzey stecken. Jetzt sagt das Unternehmen: Wir investieren nur noch die Hälfte davon. Der Grund: Eli Lilly ist unzufrieden mit der Gesundheitspolitik der Bundesregierung in Berlin. Das Unternehmen spricht sogar von einem Vertrauensbruch, also davon, dass die Bundesregierung Versprechen gebrochen habe.
In Alzey wird trotzdem weiter gebaut. Das Werk soll laut Plan im Jahr 2027 in Betrieb gehen. Für die Stadt Alzey ist das Projekt wichtig, weil dadurch viele Arbeitsplätze entstehen können. Bürgermeister Steffen Jung (SPD) sagt, seit der schlechten Nachricht klingele in seinem Rathaus pausenlos das Telefon. Er stehe in Kontakt mit der Landesregierung in Mainz und mit Abgeordneten im Bundestag in Berlin, um nach Lösungen zu suchen.
