Die Volksoper Wien hat am 8. Juni 2026 die Oper „Hoffmanns Erzählungen" neu auf die Bühne gebracht – mit bekannten Sängerinnen und Sängern und einer Regisseurin, die das Werk neu deutet.

Die Oper „Hoffmanns Erzählungen" wurde vor über 150 Jahren von dem französischen Komponisten Jacques Offenbach geschrieben. Sie erzählt die Geschichte des Dichters E.T.A. Hoffmann, der im Januar 2026 seinen 250. Geburtstag gefeiert hätte. In der Volksoper Wien hat Direktorin Lotte de Beer die Regie übernommen und das Stück in eine neue Richtung gedacht: Eine Muse, also eine göttliche Inspirationsfigur, kritisiert den Dichter dafür, wie er Frauen in seinen Geschichten darstellt. Das nennt die Inszenierung „phantasmatischen Realismus" – auf Deutsch etwa: wirklichkeitsfremde Fantasie.

In der Titelrolle des Hoffmann singt Attilio Glaser. Die drei Frauenrollen Antonia, Giulietta und Olympia werden von Axelle Fanyo, Hedwig Ritter und Anna Simińska gesungen. Wallis Giunta spielt die Muse. Dirigent Emmanuel Villaume leitet das Orchester. Das Bühnenbild besteht aus einem einzigen tapezierten Raum auf einer Drehbühne, der sich je nach Szene leicht verändert. So eine Bühne nennt man „Einheitsbühnenbild".