Beim österreichischen Sender ORF bewerben sich sieben Personen um den Chefposten – kommende Woche gibt es Hearings und eine Fernsehdebatte.
Beim ORF, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Österreich, geht es gerade um eine große Personalfrage: Wer soll in Zukunft Generaldirektor oder Generaldirektorin werden? Insgesamt sieben Personen haben sich offiziell beworben. Darunter sind Leute aus Nachrichtenagenturen, aus dem privaten Fernsehen, aus dem Ausland und aus dem ORF selbst. Bevor der Stiftungsrat – das ist das Aufsichtsgremium – entscheidet, müssen sich alle in Hearings vorstellen. Jede Person bekommt 20 Minuten, um zu erklären, welche Ideen sie für den Sender hat.
Schon am Montagabend gibt es eine TV-Debatte, die ORF III ab 20:15 Uhr zeigt. Dort stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten den Fragen vom Publikum, von Mitarbeitenden des ORF und von Mitgliedern der ORF-Gremien. Am Donnerstag finden dann die offiziellen Hearings im ORF-Zentrum statt, bei denen der Stiftungsrat genauer nachfragen kann. Der Stiftungsrat hat 35 Mitglieder, und wer die meisten Stimmen bekommt, wird neuer Generaldirektor oder neue Generaldirektorin. Bei Stimmengleichheit darf der Vorsitzende entscheiden, das ist der von der SPÖ nominierte Heinz Lederer.
