Im Auktionshaus Hôtel Drouot in Paris wird am Abend eine schwarze Handtasche versteigert, die aus im Labor gezüchteter T-Rex-Haut hergestellt wurde.

Stell dir vor: Du hast eine Handtasche, und das Material dafür kommt von einem Tier, das seit 67 Millionen Jahren nicht mehr lebt. Genau das passiert gerade in Paris. Das Auktionshaus Giquello versteigert eine schlichte schwarze Tasche, deren Leder im Labor aus Zellen eines Tyrannosaurus rex hergestellt wurde. Schon im Frühjahr war das Stück in Amsterdam zu sehen, jetzt geht es in Paris unter den Hammer.

Der Clou: Forscherinnen und Forscher haben aus einem alten T-Rex-Knochen winzige Collagen-Reste entnommen. Collagen ist ein Eiweiß, das in Haut und Knochen vorkommt. Daraus wurde im Labor eine Zellkultur dazu gebracht, neue Haut zu bilden. Der Knochen selbst war vor 25 Jahren im US-Staat Montana ausgegraben worden. Der Paläontologe Iacopo Briano hat das Verfahren mitentwickelt und der Nachrichtenagentur AFP erklärt: "In den vergangenen Jahren ist es gelungen, Techniken, Biotechnologien zu entwickeln, mit denen man eine Zellkultur dazu bringen kann, im Labor echte T-Rex-Haut zu 'bauen'".