Chinesische Forscherinnen und Forscher haben mit einem Tauchboot den tiefsten und größten Wal-Friedhof der Welt entdeckt.
Stell dir vor, du fährst mit einem Tauchboot fast 7.000 Meter tief nach unten – das ist tiefer als die meisten Berge hoch sind. Dort, im Indischen Ozean vor Australien, haben Forschende Knochen von fast 480 Walen gefunden. Manche davon sind über fünf Millionen Jahre alt! Auf einem Quadratkilometer Meeresboden liegen über 700 tote Wale, schätzen die Forschenden.
Wenn ein Wal stirbt, sinkt sein Körper auf den Meeresboden. Dort wird er zu einem riesigen Fressen für andere Tiere: Quallen, Würmer, Krebse, Weichtiere und Seesterne tummeln sich um die Knochen – manchmal 2.800 Tiere pro Quadratmeter. Das Team glaubt, dass viele dieser Arten noch nie ein Mensch gesehen hat.
Das Besondere: Die Schnabelwale, die dort leben, haben sehr dichte Knochen. Deshalb haben sich gerade ihre Schädel über Millionen Jahre erhalten. Eine Schicht aus Eisen-Mangan-Oxid hat sie zusätzlich geschützt. Die Forschenden fanden sogar eine Art, die noch niemand kannte: Pterocetus diamantinae.
