Ein Buckelwal, den alle nur Timmy nannten, ist nach einer Rettungsaktion gestorben – und Forscher wollen jetzt herausfinden, warum.
Was ist passiert? Ein Buckelwal war im März in den Hafen von Wismar geschwommen und kam nicht mehr zurück in die offene See. Wochenlang lag er schwach vor der Ostseeinsel Poel. Anfang Mai haben Helfer ihn auf einen Lastkahn gehoben und weit draußen im Meer, im Skagerrak vor Dänemark, wieder freigelassen. Nur vier bis fünf Tage später war Timmy tot. Sein Kadaver wurde am 14. Mai an der dänischen Insel Anholt angespült. Eine Obduktion Anfang Juni zeigte: Keine schweren Verletzungen, keine Netzreste, gar nichts Auffälliges. Warum er starb, weiß man bis heute nicht genau.
Wer hilft? Viele Menschen haben sich um Timmy gekümmert. Eine private Initiative hat die teure Rettung organisiert und bezahlt. Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, hat die Aktion erlaubt. Forscher und Behörden aus Deutschland und Dänemark haben den Kadaver untersucht, einen DNA-Test gemacht und einen Sender ausgewertet, der am Tier angebracht war. Alle Daten gehen jetzt an die Wissenschaft, damit andere Walforscher daraus lernen können. Aus dem Kadaver wird in Dänemark sogar Biodiesel gemacht, und einige Knochen kommen in ein Museum in Kopenhagen.
