In Neapel hat eine Richterin zwei Ärzte vorläufig vom Dienst freigestellt, nachdem ein kleines Kind nach einer Herztransplantation gestorben ist.
Was ist passiert? Im Dezember 2025 wurde einem zweijährigen Jungen im Monaldi-Krankenhaus in Neapel ein Spenderherz eingesetzt. Leider starb das Kind im Februar. Die Staatsanwaltschaft prüft jetzt, ob beim Transport des Herzens von Bozen nach Neapel etwas schiefgelaufen ist. Der Verdacht: Das Herz wurde nicht richtig gekühlt, weil statt normalem Eis Trockeneis benutzt wurde. Außerdem sollen Angaben in den Krankenakten des Jungen nicht der Wahrheit entsprochen haben.
Wer hilft? Die Justiz in Italien ermittelt. Eine Ermittlungsrichterin hat jetzt gegen zwei der beteiligten Ärzte Berufsverbote verhängt: Der Herzchirurg darf zwölf Monate lang nicht arbeiten, sein Stellvertreter sieben Monate. Auch Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte sich nach dem Tod des Kindes bei der Mutter gemeldet und eine gründliche Untersuchung versprochen. Insgesamt werden sieben Ärzte überprüft.
