Ein winziger, glänzend grüner Käfer wurde zum ersten Mal in der EU entdeckt und bringt Eschenbäume in Gefahr, doch Behörden und Forschung arbeiten bereits an Gegenmaßnahmen.
Was ist passiert? Der Asiatische Eschenprachtkäfer, ein etwa fingernagelgroßer, grün schimmernder Käfer, ist erstmals innerhalb der Europäischen Union nachgewiesen worden, weitere Funde gibt es in der Slowakei. Ein akutes Befallsgebiet liegt nur 350 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Der Käfer legt seine Eier an der Rinde von Eschen ab, die Larven fressen sich durch das Holz und kappen den Nährstofffluss, sodass die Krone des Baumes langsam abstirbt. Die typischen D-förmigen Löcher im Stamm werden oft erst spät bemerkt.
Wer hilft? Die EU-Kommission hat Agrilus planipennis zum "Unionsquarantäneschädling" erklärt. Das bedeutet: Eschen und Schneeflockensträucher dürfen aus der Befallszone nicht mehr eingeführt werden, und in einem Umkreis von 100 Kilometern um Fundorte gelten strenge Exportregeln für Pflanzen und Holz. Entlang der Hauptverkehrsrouten werden Fallen in Bäume gehängt, die aussehen wie grellgrüne, übereinandergestapelte Trichter, und kontrolliert, ob der Käfer per Auto, Lkw oder Zug mitreist. Auch das Bundesforschungszentrum für Wald informiert über die Risiken und unterstützt die Früherkennung.
