Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 38 Menschen bei E-Scooter-Unfällen gestorben, mehr als die Hälfte der Verunglückten war unter 25 – deshalb fordern Experten jetzt mehr Regeln.
Was ist passiert? Die Polizei hat im vergangenen Jahr rund 16.500 E-Scooter-Unfälle in Deutschland gezählt, 38 Prozent mehr als im Jahr davor. 38 Menschen sind dabei gestorben. Mehr als jeder Zweite, der verunglückt ist, war jünger als 25 Jahre. Bei den unter 15-Jährigen sind die Unfälle sogar um 120 Prozent gestiegen. E-Scooter-Fahrer waren an 5,5 Prozent aller Unfälle mit Verletzten beteiligt. Kinder- und Jugendärzte sagen, dass Stürze mit E-Scootern das Trampolin als häufigste Ursache für schwere Freizeitverletzungen abgelöst haben.
Wer hilft? Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie (DGKJCH) fordert, dass Kinder unter 14 Jahren gar nicht E-Scooter fahren dürfen, und dass es eine Helmpflicht geben soll. Außerdem sollen Sicherheitstrainings für junge Leute angeboten werden, zum Beispiel vom ADAC, der Deutschen Verkehrswacht oder der Polizei. Die Deutsche Verkehrswacht hat dafür die Plattform ScootSkills gestartet. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) will, dass das Mindestalter von 14 auf 15 Jahre steigt und dass es eine Art Prüfbescheinigung wie für Mofas gibt. Auch der TÜV-Verband fordert, dass E-Scooter ein fester Teil der Verkehrserziehung in der Schule werden.
