2025 starben in Deutschland mehr als 2.800 Menschen bei Verkehrsunfällen, darunter 74 Kinder unter 15 Jahren.

Das Statistische Bundesamt hat gezählt: Im letzten Jahr sind in Deutschland jeden Tag im Durchschnitt acht Menschen im Straßenverkehr gestorben. Insgesamt waren es über 2.800 Tote – 62 mehr als im Jahr davor. Auch 29.000 Kinder wurden verletzt, im Schnitt alle 18 Minuten eines.

Die meisten Unfälle passieren innerhalb von Städten. Zwei Drittel aller Verletzten wurden in Ortschaften verletzt. Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende sind dabei besonders gefährdet: 63 Prozent der innerorts Getöteten waren zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs.

Die häufigste Ursache für tödliche Crashes ist zu schnelles Fahren. Auch Alkohol spielt eine große Rolle: Alle 15 Minuten krachte es auf Deutschlands Straßen wegen Alkohol, 170 Menschen starben so.

Kirstin Zeidler von der Unfallforschung der Versicherer sagt klar: 2025 war kein gutes Jahr für die Verkehrssicherheit. Sie fordert bessere Sicht an Kreuzungen, mehr sichere Übergänge und geschützte Radwege. Auch der ADAC und Verkehrsverbände drängen auf mehr Tempo-30-Zonen vor Schulen und sichere Radwege.

Städte wie Amsterdam oder Kopenhagen zeigen, dass es anders geht: Dort wurden Radwege, Ampeln und Kreuzungen so umgebaut, dass Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern stark zurückgingen. Auch in Deutschland gibt es Kommunen, die das umsetzen – zum Beispiel mit geschützten Radstreifen und entschärften Kreuzungen.