Auch 2024 fuhren Autos in Deutschland fast nur mit Benzin und Diesel – Elektroautos bleiben vorerst eine kleine Ausnahme.
Stell dir vor, du füllst 100 Tankfüllungen. Davon wären 2024 in Deutschland rund 61 Diesel, 37 Benzin und nur etwa 1 mit Strom oder Gas. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Insgesamt verbrauchte der Straßenverkehr rund 2.134 Petajoule Energie – das ist eine riesige Menge. Dabei stößt er 155 Millionen Tonnen CO₂ aus, also gut ein Fünftel aller deutschen Treibhausgase.
Gleichzeitig gibt es ein Zeichen für Veränderung: Der Stromverbrauch im Straßenverkehr ist im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent gestiegen. Das liegt daran, dass immer mehr Elektroautos verkauft werden. Allerdings fangen diese bei einem sehr niedrigen Stand an. Außerdem fahren viele alte Diesel- und Benzinautos noch lange weiter, weil Autos langlebig sind. Dadurch dauert es, bis die Flotte wirklich klimafreundlicher wird.
Fachleute vom DLR und vom Umweltbundesamt sagen: Damit sich wirklich etwas ändert, müssen mehr Güter mit der Bahn fahren, die Auto-Flotte muss schneller umgebaut werden, und es braucht Regeln wie Tempolimits oder City-Maut. Solche Maßnahmen sind bisher aber politisch schwer durchsetzbar. Ein weiterer Punkt: Wer mit einem Elektroauto günstiger fährt, fährt oft auch mehr – die Ersparnis wird dadurch teilweise wieder aufgefressen. Auch der Trend zu schwereren Autos wie SUVs macht die Einsparungen kleiner.
