Drei junge Männer aus Nordrhein-Westfalen haben sich in einem verbotenen Tunnelsystem unter der Stadt Mendig verirrt und mussten von der Rettung in 32 Metern Tiefe geborgen werden.
Was ist passiert? Die drei waren aus Neugier in die Lavatunnel unter der Stadt Mendig in Rheinland-Pfalz eingestiegen, obwohl das verboten ist. In dem riesigen Labyrinth aus alten Stollen, das sich rund drei Quadratkilometer weit erstreckt, haben sie die Orientierung verloren. Zum Glück konnten sie noch einen Notruf absetzen, sonst hätte die Suche noch länger gedauert. Die Rettungskräfte haben sie an verschiedenen Eingängen gesucht und schließlich gefunden. Nach dem Fund wurden sie untersucht; sie hatten eine leichte Unterkühlung, weil es in den Stollen dauerhaft nur sieben Grad Celsius kalt ist.
Wer hat geholfen? Im Einsatz waren die Feuerwehr, die Polizei und der Rettungsdienst. Wichtig war auch ein Experte vom Umweltministerium, der Pläne von dem Tunnelsystem hatte. Ohne diese Pläne wäre es in dem weit verzweigten System unter der Stadt sehr schwer gewesen, die Vermissten schnell zu finden. Die Polizei hat nach der Rettung noch einmal klar gesagt, dass niemand einfach in die Tunnel gehen darf, weil das für alle Beteiligten lebensgefährlich ist. Wer sich trotzdem hineinschleicht, gefährdet am Ende auch die Helferinnen und Helfer, die dann in die Tiefe klettern müssen.
