Deutschlands größtes Online-Portal für Arzttermine steht in der Kritik: Tests zeigen, dass gesetzlich Versicherte dort oft Termine buchen sollen, die sie am Ende selbst bezahlen müssen.

Was ist passiert? Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat am 2. Juli 2026 neue Testergebnisse veröffentlicht. Die Prüfer schauten sich 37 Praxen für Haut- und Frauenheilkunde an und schauten sich 349 verschiedene Terminarten genau an. Dabei stellten sie fest: Mehr als jeder dritte Termin trug den Hinweis, dass man ihn selbst zahlen muss – obwohl die Testpersonen als gesetzlich Versicherte unterwegs waren. Besonders krass war es in der Dermatologie: Dort waren über drei Viertel der angezeigten Termine Selbstzahler-Angebote. Sogar normale Vorsorge wie das Hautkrebs-Screening wurde in mehr als der Hälfte der Fälle nur noch als kostenpflichtiger Termin angezeigt. Außerdem fanden die Tester Behandlungen wie kosmetische Botox-Spritzen im Bereich der Kassenleistungen – obwohl diese gar nicht von der Krankenkasse bezahlt werden.