Eine neue Studie zeigt: Das deutsche Hautkrebs-Screening senkt die Zahl der Todesfälle durch schwarzen Hautkrebs kaum.

Seit 2008 können sich gesetzlich Versicherte in Deutschland ab 35 Jahren alle zwei Jahre auf Hautkrebs untersuchen lassen. Das macht Deutschland laut den Forschern weltweit einzigartig. Zwischen 2019 und 2022 nutzten aber nur etwa 6 bis 7 Prozent der Berechtigten das Angebot bei einer Hautarztpraxis.

Ein Team um Joachim Hübner aus Niedersachsen hat nun überprüft, ob das Programm wirklich Leben rettet. Dazu haben sie Daten aus 15 deutschen Bundesländern mit neun Nachbarländern verglichen, die kein solches Screening haben. Das Ergebnis: In allen Ländern ging die Sterblichkeit zurück – in Deutschland aber mit minus 1,8 Prozent pro Jahr etwas weniger als im Durchschnitt der anderen Länder.

Die Forscher schreiben, dass frühere Studien schon Ähnliches gezeigt haben. Sie schlagen vor, das Programm stärker auf Menschen mit hohem Risiko auszurichten, damit die Untersuchung mehr bringt. Andere Vorsorgeuntersuchungen wie Brustkrebs- oder Darmkrebs-Screening gelten laut Studie als wirksam.