Ein Wirtschaftsforscher aus Berlin sagt, dass Deutschland im Wettbewerb mit China eigene Stärken finden muss – und zwar nicht überall gleichzeitig.
Martin Gornig vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin beobachtet seit Langem, wie sich die Industrie verändert. Besonders beim Auto hat China in den letzten Jahren enorm aufgeholt: Elektroautos werden dort in riesigen Mengen gebaut, und viele chinesische Käuferinnen und Käufer fragen sich inzwischen, warum sie für deutsche Autos eigentlich mehr Geld ausgeben sollen.
Gornig findet, dass Deutschland nicht versuchen sollte, alles genauso gut zu machen wie China. Statt in Massenproduktion mitzuhalten, solle sich die Industrie auf Bereiche konzentrieren, in denen sie besonders gut ist – sogenannte Nischen. Als Beispiel nennt er Roboter, die auf Baustellen eingesetzt werden: Dort könne Deutschland durch clevere Speziallösungen vorne mitspielen.
