Die Chefin des Autoverbands VDA, Hildegard Müller, hat von der Politik deutliche Reformen verlangt, damit Deutschland ein guter Ort für die Autoindustrie bleibt.

Was ist passiert? Beim Autobauer Volkswagen läuft es gerade nicht rund. Das Unternehmen muss viel sparen und steht unter Druck. Die Präsidentin des Autoverbands VDA, Hildegard Müller, hat am Freitag im Fernsehen gesagt, dass die Probleme bei VW ein Zeichen für größere Schwächen am Standort Deutschland sind. Sie hat vor allem drei Dinge kritisiert: Die Energie ist hier teuer, die Bürokratie aufwendig, und die Steuern und Abgaben sind hoch. Das macht es schwer, Autos in Deutschland günstig zu bauen.

Müller hat außerdem gesagt, dass die Zukunft der Mobilität zwar größtenteils elektrisch sein wird, aber nicht komplett. Sie fordert, dass auch Plug-in-Hybride (Autos mit Elektro- und Verbrennungsmotor) und Verbrenner, die mit klimafreundlichen Kraftstoffen fahren, weiter erlaubt bleiben. Sonst könnten laut Müller bis 2035 rund 50.000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen, vor allem bei den Zulieferern, also den Firmen, die Teile für die Autos herstellen.

Wer hilft? Der Verband der Automobilindustrie (VDA) redet direkt mit der Politik in Berlin und mit der EU in Brüssel. Müller hat die Politikerinnen und Politiker aufgefordert, die Rahmenbedingungen zu verbessern: also Energiepreise zu senken, Bürokratie abzubauen und Steuern sowie Abgaben zu überprüfen. Gleichzeitig sagt der VDA: Wir brauchen nicht nur eine Technologie, sondern mehrere Wege zur Klimaneutralität. Das bedeutet, dass E-Autos, Hybride und saubere Verbrenner zusammen helfen sollen, die Klimaziele zu erreichen.