Die Regierung hat neue Regeln beschlossen, damit Polizei und IT-Experten Cyberangriffe nicht nur erkennen, sondern auch direkt stoppen können.

Stell dir vor, jemand versucht, das Stromnetz deiner Stadt lahmzulegen oder wichtige Krankenhausdaten zu löschen – alles nur über das Internet. Genau vor solchen groß angelegten Hacker-Angriffen will sich Deutschland künftig besser schützen. Das Bundeskabinett hat dafür einen Gesetzentwurf verabschiedet, der den Sicherheitsbehörden mehr technische Möglichkeiten gibt.

Bisher durften das Bundeskriminalamt (BKA) und die Bundespolizei solche Angriffe meist nur im Nachhinein verfolgen, also wenn der Schaden schon da war. Nur bei der Abwehr von internationalem Terrorismus waren aktive Eingriffe erlaubt. Der neue Entwurf sieht vor, dass die Behörden künftig auch die Computersysteme der Angreifer lahmlegen dürfen, um einen laufenden Angriff zu stoppen. Sie könnten zum Beispiel Daten löschen oder den Datenverkehr umleiten.