Die Bundesregierung will eine große Gasreserve anlegen, damit Deutschland bei einem Ernstfall nicht ohne Heizung dasteht.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat Pläne für eine staatliche Gasreserve vorgestellt. Die Reserve soll rund 24 Terawattstunden Gas umfassen. Das klingt erst einmal abstrakt, ist aber eine konkrete Menge: In einem normalen Winter könnte sie Haushalte und Geschäfte etwa 18 Tage lang komplett versorgen. In einem extremen Winter wären es rund zehn Tage. Das Konzept sieht vor, dass die Reserve etwa zehn Prozent der gesamten deutschen Gasspeicher ausmacht.

Die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sagt, dass die Reserve nur für echte Notfälle da sein soll, zum Beispiel wenn Pipelines sabotiert werden oder weltweit Gas fehlt. Im Alltag bleibt der Markt zuständig, also die Unternehmen, die Gas verkaufen und liefern. Für den Aufbau und das Befüllen sind mehrere Milliarden Euro nötig. Bezahlen sollen das nicht die Steuerzahler direkt, sondern alle Gaskundinnen und Gaskunden über eine kleine Umlage auf den Gaspreis.