Dagmar Berghoff war 1976 die erste Frau, die in der ARD-Tagesschau die Nachrichten las – und hatte trotzdem jahrelang richtig Bammel vor jeder Sendung.

Die Tagesschau läuft schon seit 1952 im Ersten Deutschen Fernsehen. Am 16. Juni 1976 hat Dagmar Berghoff dort als erste Frau die Nachrichten gesprochen. Damals hat sie Karl-Heinz Köpcke entdeckt, der bis 1991 Chefsprecher der Tagesschau war. Später hat Berghoff zusammen mit Max Schautzer die ARD-Sendung „Wunschkonzert“ moderiert und war in vielen anderen Radio- und Fernsehsendungen zu sehen.

Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Hamburg hat die 83-Jährige erzählt, dass sie bei Livesendungen immer sehr aufgeregt war. Trotzdem hat sie sich vor jeder Sendung selbst Mut gemacht. „Sich zu sagen, du schaffst das schon. Oder auch: Komm, versuch es wenigstens“, hat sie der dpa gesagt. Das habe sie ihr ganzes Erwachsenenleben lang so gemacht.

Berghoff findet, dass Selbstvertrauen das Wichtigste ist, was man lernen kann. „Ich denke, das gehört zum Wichtigsten, was Menschen anstreben sollten - sich auf sich selbst zu verlassen“, hat sie betont. Auch wenn etwas schiefgehe, sei das nicht das Ende: „Schlimmstenfalls könne man scheitern, aber ohne Versuch ginge gar nichts“.