Die Finanzaufsicht BaFin hat herausgefunden, dass sich deutsche Banken, Versicherer und Fondsfirmen mit zwei Steuertricks beschäftigt haben – die Belastung liegt bei etwa 7 Milliarden Euro.
Was ist passiert? Die BaFin – das ist die Aufsichtsbehörde für Banken, Versicherer und Wertpapierfirmen in Deutschland – hat alle großen Finanzfirmen gefragt, ob sie an zwei Steuertricks namens Cum/Cum und Cum/Ex mitgemacht haben. Bei diesen Tricks haben sich Firmen so arrangiert, dass am Ende weniger Steuern auf Dividenden gezahlt wurden, als eigentlich fällig waren. Die BaFin hat die Umfrage von Dezember 2025 bis März 2026 gemacht und kam nun zu einem Ergebnis: Insgesamt sind 73 Banken, 21 Versicherer und 12 Fonds- bzw. Wertpapierfirmen betroffen, die finanzielle Belastung beträgt zusammen rund 7,01 Milliarden Euro.
Wer hilft jetzt? Die BaFin selbst geht den Fall aktiv an. Sie prüft jede einzelne Firma genauer – also ob das Management den Trick eigentlich hätte stoppen müssen, ob das Risikomanagement funktioniert hat und welche Personen Verantwortung tragen. Außerdem hat die BaFin gefragt, ob es steuerstrafrechtliche Ermittlungen gegen Führungspersonen gibt. Wichtig: Ob die Tricks wirklich strafbar waren oder steuerlich erlaubt, entscheidet am Ende ein Gericht, nicht die BaFin. Das bedeutet: Hier arbeiten Aufsicht, Steuerbehörden und Gerichte zusammen, damit der Fall sauber aufgeklärt wird.
