In Österreich diskutieren Politikerinnen und Politiker darüber, ob ein Teil deiner späteren Pension in Aktien und Fonds investiert werden soll.
Stell dir vor, du arbeitest jetzt und zahlst in die Pensionsversicherung ein. In Zukunft könnte ein Teil davon nicht einfach gespart, sondern an der Börse angelegt werden. So sieht es ein Vorschlag vor, der aus Deutschland kommt und nun auch in Österreich diskutiert wird. Konkret soll zusätzlich etwa zwei Prozent deines Bruttogehalts in Fonds fließen.
In Schweden läuft ein solches System bereits seit 1998. Dort werden rund 2,5 Prozent des Gehalts in einen Fonds eingezahlt, der zwischen 2000 und 2025 im Schnitt elf Prozent Rendite pro Jahr erzielt hat. Befürworterinnen und Befürworter sagen: Wenn du früh anfängst und lange einzahlst, kann sich das wirklich lohnen. Christoph Boschan von der Wiener Börse betont: "Das ist keine Magie und hat nichts mit Spekulation zu tun."
Gleichzeitig gibt es viel Kritik. Josef Muchitsch von der SPÖ warnt: "Bei der Finanzkrise 2008 haben wir unser blaues Wunder erlebt!" Er meint, dass Aktienmärkte auch stark fallen können, und das wäre für deine Pension schlecht. Markus Koza von den Grünen ergänzt, dass ein kapitalgedeckter Teil mit der Zeit kleiner wird, je länger du deine Pension beziehst.
