Am 14. Juli 2026 fielen in Berlin die Computer in fast allen Gerichten aus, deshalb mussten viele Beschäftigte nach Hause gehen.

Was ist passiert? In Berlin konnten sich Richterinnen und Richter nicht mehr auf den Servern anmelden, die sie für ihre Arbeit brauchen. Ohne diese Computer läuft in den Gerichten fast nichts: Akten können nicht aufgerufen, Termine nicht vorbereitet werden. Betroffen waren alle Amtsgerichte, das Kriminalgericht in Moabit, die beiden Landgerichte und das Kammergericht. Auch am Abend war der Fehler noch nicht behoben. Die Senatsjustizverwaltung erklärte, es sei ein Problem mit einer Software-Lizenz. Das bedeutet: Die Firma, die die Computer betreut, hat vergessen, eine Genehmigung rechtzeitig zu verlängern, und deshalb funktioniert das Programm nicht mehr. Schifferdecker vom Deutschen Richterbund sagte: "vorübergehenden Stillstand der Rechtspflege". Das heißt: Die Justiz, also das System, das für Gerechtigkeit sorgen soll, kann gerade nicht arbeiten.

Wer hilft? Die Senatsjustizverwaltung und der landeseigene IT-Dienstleister kümmern sich darum, das Problem zu lösen. Sie prüfen die Lizenzen und versuchen, die Server wieder zum Laufen zu bringen. Auch der Deutsche Richterbund beobachtet die Lage genau und sagt, was die Folgen für die Gerichte sind. So soll sichergestellt werden, dass Verfahren, die schon laufen, nicht einfach verschwinden, sondern so schnell wie möglich weitergehen.