Die EU hat vier neue Halbleiterfabriken in Deutschland erlaubt – mit insgesamt 659 Millionen Euro Geld vom Staat.
Mikrochips sind überall: in Smartphones, Autos, Computern und Industrieanlagen. Damit Europa nicht so stark von Chip-Herstellern aus Asien oder den USA abhängig ist, will die EU den Anteil der europäischen Chipproduktion bis 2030 deutlich erhöhen – aktuell liegt er nur bei rund zehn Prozent.
Die EU-Kommission in Brüssel hat jetzt vier neue Halbleiterfabriken in Deutschland genehmigt. Die größte Förderung bekommt Baesweiler in Nordrhein-Westfalen: 353 Millionen Euro fließen dorthin, weil dort laut EU eine weltweit einzigartige Produktionsanlage für besonders leistungsstarke Wafer gebaut werden soll. Wafer sind dünne Scheiben aus einem besonderen Material und bilden die Grundlage für Mikrochips.
Weitere Standorte sind Itzehoe in Schleswig-Holstein (214 Millionen Euro, dort werden spezielle Halbleiterschalter unter anderem für Autos gebaut), Weilburg in Hessen (74,4 Millionen Euro, dort entstehen Messgeräte für die Qualitätskontrolle bei der Chipproduktion) und München in Bayern (17,9 Millionen Euro, dort sollen spezielle Chips für Sortier- und Recyclingsysteme entstehen).
