Nach acht Verhandlungsrunden haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber der österreichischen Chemie-Industrie auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt – betroffen sind rund 50.000 Beschäftigte.
Stell dir vor, du arbeitest in einer Fabrik, die Medikamente, Kunststoffe oder Lacke herstellt. Genau für solche Betriebe wurde ein neuer Kollektivvertrag ausgehandelt. Er gilt für ungefähr 50.000 Menschen in rund 230 Unternehmen der Chemischen Industrie in Österreich.
Was steht drin? Die Löhne und Gehälter steigen um 1,8 Prozent – also den Betrag, den du gerade bekommst, ein bisschen mehr. Es gibt aber eine Grenze: maximal 100 Euro mehr pro Monat. Wer am wenigsten verdient, bekommt sogar 2 Prozent mehr. Dazu gibt es noch einmal 300 Euro extra – oder einen freien Tag zur Auswahl.
Warum hat das so lange gedauert? Die Arbeitgeber wollten zuerst gar keine Lohnerhöhung. Sie haben sich auf Deutschland berufen, wo es in der Chemie-Branche ebenfalls keine Erhöhungen gab. Die Gewerkschaften fanden das nicht fair – immerhin lag die Teuerung bei 3,35 Prozent. Deshalb haben die Beschäftigten in mehreren Betrieben gestreikt, unter anderem in Linz und Lenzing. Erst dadurch haben die Arbeitgeber nachgegeben.
