Eine neue Studie zeigt, wie viel Geld Österreich sparen könnte, wenn Unternehmen und Behörden weniger Papierkram erledigen müssten.

In Österreich verbringen Firmen laut einer neuen Studie rund sieben Prozent ihrer Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben. Dazu gehören zum Beispiel Formulare ausfüllen, Anträge stellen oder Daten melden. Das Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria hat mehr als 5.000 Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Verwaltungsmitarbeitenden ausgewertet und mit anderen Ländern verglichen.

Das Ergebnis: Wenn Österreich so schlank wie die Schweiz oder die Niederlande wäre, könnte die Wirtschaft laut EcoAustria bis 2032 etwa sechs Milliarden Euro zusätzlich erwirtschaften. Ab 2032 wären es sogar rund 20 Milliarden Euro pro Jahr mehr Wachstum. Das bedeutet mehr Geld für Löhne, Investitionen und öffentliche Aufgaben.

Der zuständige Staatssekretär Josef Schellhorn von den Neos will deshalb ein zweites Paket mit 150 Maßnahmen auf den Weg bringen, um Regeln zu vereinfachen. Sein Sprecher sagte: „Österreich diskutiert seit Jahrzehnten über Bürokratie. Erstmals liegen nun belastbare Daten darüber vor, wo sie entsteht, was sie kostet und welches wirtschaftliche Potenzial in ihrem Abbau steckt.“ Das erste Paket mit 113 Punkten wurde bereits Ende 2025 vorgestellt.