Das Land Brandenburg will die Investitionsbank ILB komplett selbst besitzen und kauft dafür den Anteil eines anderen Bundeslands.

Die Investitionsbank des Landes Brandenburg, kurz ILB, ist eine Förderbank. Sie gibt günstige Kredite an Städte, Unternehmen und Hochschulen, damit sie zum Beispiel bauen, forschen oder Wohnungen schaffen können. Im letzten Jahr hat die ILB rund zwei Milliarden Euro an Förderung vergeben. Damit wurden viele Projekte in Brandenburg möglich gemacht.

Aktuell gehört die ILB zur Hälfte dem Land Nordrhein-Westfalen, genauer der NRW-Bank. Die andere Hälfte gehört schon jetzt Brandenburg. Jetzt hat Finanzminister Daniel Keller von der SPD gesagt: Wir wollen auch den NRW-Anteil kaufen. Dann ist die ILB eine reine Brandenburger Bank. Der Kauf kostet laut Berichten 150 bis 200 Millionen Euro.

Finanzminister Keller erklärt, warum das wichtig ist: Gerade wenn Zinsen steigen, brauchen Städte und Firmen verlässliche und günstige Finanzierungen. Viele kleine Einzelförderungen seien nicht so hilfreich wie ein großer, stabiler Finanzrahmen. Die ILB soll deshalb künftig noch stärker als strategischer Partner für Brandenburg auftreten und das Eigenkapital der Bank soll gestärkt werden.