Der Autozulieferer Bosch hat in Kalifornien angefangen, besondere Halbleiter-Chips herzustellen, und bekommt dafür viel Geld von der US-Regierung.
Bosch ist ein riesiges Technikunternehmen aus Deutschland, das vor allem Autoteile herstellt. Seit Kurzem produziert Bosch in der Stadt Roseville in Kalifornien die ersten Muster von besonderen Chips aus Siliziumkarbid. Das ist ein Stoff, der Strom viel besser leitet als normales Silikon. Solche Chips sind superwichtig für Elektroautos, weil sie dafür sorgen, dass die Autos weiter fahren können und schneller laden. Insgesamt arbeiten in dem Werk schon über 300 Leute.
Die US-Regierung unterstützt Bosch dabei mit bis zu 225 Millionen Dollar, also etwa 197 Millionen Euro. Das Geld kommt aus einem Sonderprogramm des Handelsministeriums. Damit will die USA mehr Chips im eigenen Land produzieren, statt sie aus Asien zu importieren. Paul Thomas, der Chef von Bosch in Nordamerika, sagt: Das sei ein Meilenstein, weil die Kunden in den USA endlich Chips aus ihrer Nähe bekommen.
Was bedeutet das für dich? In deinem Handy oder Laptop stecken auch kleine Chips. Wenn immer mehr davon in den USA hergestellt werden, könnten technische Geräte in Zukunft verlässlicher verfügbar sein. Außerdem helfen diese Chips, dass Elektroautos besser werden – also sauberer und mit mehr Reichweite. Bis zum Ende des Jahres soll in dem Werk die richtige Produktion starten, also nicht nur Testmuster, sondern viele Chips am Stück.
Bosch hat für das Werk in Kalifornien übrigens bis zu zwei Milliarden Dollar eingeplant. Bis 2031 will das Unternehmen sogar bis zu 7,5 Milliarden Dollar in seine Standorte in den USA stecken. Dann feiert Bosch in den Vereinigten Staaten auch sein 125-jähriges Jubiläum.
