Zum Weltblutspendetag am 14. Juni schlägt das Rote Kreuz Alarm: In Deutschland spenden immer weniger Menschen Blut – und es braucht dringend Nachwuchs.

Was ist passiert? Jedes Jahr am 14. Juni ist Weltblutspendetag. Er erinnert an Karl Landsteiner, einen Forscher aus Österreich. Er hat die Blutgruppen entdeckt und dafür den Nobelpreis für Medizin bekommen. An diesem Tag macht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) auf ein Problem aufmerksam: In Deutschland spenden immer weniger Menschen Blut. Patric Nohe, Sprecher der DRK-Blutspendedienste, sagt: „Wir haben das Problem, dass der Kreis der Leute, die Blut spenden, kleiner wird.“ Besonders im Sommer kann es eng werden, weil viele im Urlaub sind und es heiß ist. In Deutschland werden jeden Tag rund 15.000 Blutkonserven gebraucht – zum Beispiel nach Unfällen oder bei Operationen.

Wer hilft? Das Rote Kreuz geht aktiv auf Menschen zu. Es wirbt dafür, dass auch Jüngere Blut spenden – und sogar Leute in ihren 30ern oder 40ern können laut DRK noch anfangen. Nohe sagt: „Jetzt wäre eine perfekte Gelegenheit, eine Karriere als Blutspender zu starten.“ Viele Spender von früher, die sogenannte Babyboomer-Generation, werden langsam älter und können nicht mehr so oft spenden. Deshalb ist es wichtig, dass neue Leute nachkommen. Krankenhäuser, Hilfsorganisationen und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass die Versorgung mit Blut funktioniert – aber sie brauchen Unterstützung.