In Russland fehlt derzeit Kraftstoff, und die Regierung überlegt, wer zuerst tanken darf.

Was ist passiert? In Russland gibt es gerade an vielen Tankstellen kein Benzin und keinen Diesel mehr. Der Grund sind Angriffe mit Drohnen auf große Ölraffinerien im Land. Dadurch kann viel weniger Kraftstoff hergestellt werden als normal. Auch Landwirte in der fruchtbaren Region rund um Moskau klagen, dass sie ihre Ernte kaum noch vom Feld holen können, weil ihnen der Sprit fehlt. An manchen Tankstellen gibt es sogar Streit unter Wartenden, weil die Nerven blank liegen.

Wer hilft? Die russische Regierung hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich um die Kraftstoffkrise kümmert. Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak hat gesagt, dass Lieferwagen für große Supermärkte bevorzugt tanken sollen, damit Lebensmittel nicht schlecht werden und die Preise nicht weiter steigen. Außerdem bekommen Autofahrer spezielle Tankkarten, mit denen sie an ausgewählten Stationen Benzin bekommen. Menschen teilen sich gegenseitig online mit, wo es noch Sprit gibt und wo die Warteschlange kürzer ist.