Ukrainische Drohnen haben die größte Ölraffinerie Russlands in Omsk getroffen — im ganzen Land stehen Menschen nun stundenlang an Tankstellen an.

Was ist passiert? Ukrainische Drohnen haben am Sonntag eine riesige Ölraffinerie in der sibirischen Stadt Omsk angegriffen. Diese Anlage ist die größte in ganz Russland und stellt laut Reuters etwa acht Prozent des gesamten Treibstoffs des Landes her. Durch den Angriff sind 75 Prozent der Produktion ausgefallen — das bedeutet, dass viel weniger Benzin und Diesel hergestellt werden kann als vorher. Über Nacht mussten viele Menschen auf einmal mit einem knappen Vorrat zurechtkommen.

Wer hilft? Die Regierung versucht, die Lage zu beruhigen. Vizepremier Aleksandr Nowak sagt, dass es nur an wenigen einzelnen Tankstellen Engpässe gebe und die Versorgung im Großen und Ganzen stabil sei. Zugleich stellen einige Online-Plattformen mehr Lieferungen bereit, damit Menschen zumindest Waren des täglichen Bedarfs nach Hause bekommen. Auch in den sozialen Netzwerken teilen Menschen ihre Tipps: Wer eine lange Wartezeit an einer Tankstelle eingeplant hat, berichtet anderen, wo es noch Treibstoff geben könnte.