In der Nacht hat die Ukraine Hunderte Drohnen auf Russland geschickt – die meisten davon Richtung Moskau. Das ist einer der größten Drohnenangriffe der letzten zwei Jahre.
Was ist passiert? Nach Angaben aus Russland wurden in einer Nacht insgesamt 452 Drohnen über 17 Regionen gestartet. Allein auf die Hauptstadt Moskau sollen mehr als 430 Drohnen zugeflogen sein. Der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, sagte, 36 Drohnen seien direkt vor der Stadt abgefangen worden. Schäden habe es in Moskau selbst nicht gegeben, die Flughäfen waren aber für mehrere Stunden gesperrt. In der Stadt Belgorod an der Grenze zur Ukraine wurde eine Fabrik des Energieunternehmens Gazprom durch Raketen getroffen, ein Mensch kam ums Leben.
Wer hilft? Auf der politischen Bühne passiert gerade viel: In Ankara startet ein Gipfeltreffen der NATO-Staaten, also des Verteidigungsbündnisses, dem auch Deutschland angehört. Dabei geht es darum, wie die Länder die Ukraine weiter unterstützen können – vor allem mit Luftabwehrsystemen, also Waffen, die Raketen und Drohnen abfangen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen haben vor dem Treffen gesagt, dass die Ukraine dringend mehr Hilfe braucht. Geplant sind Hilfen in Milliardenhöhe für Waffen, Ausbildung und Unterstützung.
Was kannst du tun? Auch wenn große Politik weit weg wirkt: Informiere dich aus seriösen Quellen über den Krieg und tausche dich mit Freundinnen und Freunden darüber aus. Wenn du siehst, dass in deiner Klasse oder online falsche Behauptungen über den Krieg verbreitet werden, korrigiere sie ruhig mit Fakten. Du kannst auch Hilfsorganisationen unterstützen, die sich für Geflüchtete aus der Ukraine einsetzen – zum Beispiel mit Spenden oder ehrenamtlicher Hilfe.