In Russland gibt es seit Wochen zu wenig Benzin und Diesel, deshalb hat die Regierung den Verkauf ins Ausland gestoppt und will selbst Sprit einführen.
Stell dir vor, du fährst mit dem Auto zur Tankstelle und musst dort mehrere Stunden warten. Genau das passiert gerade in vielen Teilen Russlands. Vor allem auf der Krim, einer Halbinsel im Schwarzen Meer, bilden sich kilometerlange Schlangen vor den Zapfsäulen. Inzwischen ist das Problem fast im ganzen Land angekommen: An manchen Tankstellen gibt es gar keinen Sprit, an anderen bekommst du nur wenige Liter. In der Region Wolgograd hat ein Autofahrer sogar ein Zelt vor der Zapfsäule aufgeschlagen, um seinen Platz in der Schlange nicht zu verlieren.
Die Regierung versucht gegenzusteuern. Der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak hat den Export von Diesel ins Ausland verboten, damit mehr Treibstoff im eigenen Land bleibt. Außerdem soll Russland erstmals selbst Benzin und Diesel kaufen – und zwar aus Belarus, Kasachstan und aus Indien, über den Seeweg. Präsident Wladimir Putin hat zudem angeordnet, dass große Ölkonzerne ihre Reserven an kleinere Tankstellen weitergeben müssen, statt sie für ihre eigenen Ketten zurückzuhalten. Geplante Wartungen an Raffinerien werden verschoben, damit mehr Sprit produziert werden kann.
