Der Konzern BayWa will seine Firma für erneuerbare Energien, BayWa r.e., so schnell wie möglich verkaufen, weil sie viel Geld verliert.
Die BayWa ist ein großes Unternehmen aus Bayern, das vor allem in der Landwirtschaft arbeitet und zum Beispiel Bauernhöfe mit Saatgut und Maschinen versorgt. Vor vielen Jahren hat die BayWa eine eigene Firma für Sonnenenergie und Windkraft gegründet: BayWa r.e. Diese Firma sollte eigentlich viel Geld einbringen, aber statt Gewinnen macht sie seit Langem nur Verluste. Jetzt hat der Chef von BayWa r.e., Hans-Joachim Ziems, in einer E-Mail an seine Mitarbeiter geschrieben, dass die Firma verkauft werden soll. Details dazu sollen „in wenigen Wochen“ bekannt gegeben werden.
Die BayWa hat sich deshalb mit ihren Banken und ihren größten Eigentümern zusammengesetzt, um einen neuen Plan zu machen. Sie haben sich geeinigt: Der gesamte Konzern wird jetzt zwei Jahre länger gebraucht, um seine Probleme zu lösen – statt bis 2028 dauert die Sanierung nun bis 2030.
Bei der Lösung helfen mehrere Seiten mit: Die Banken, die der BayWa Geld geliehen haben, machen weiter mit. Die beiden wichtigsten Eigentümer der BayWa – die bayerischen Genossenschaftsbanken und die österreichische Firma Raiffeisen Agrar Invest AG – verzichten teilweise auf Geld, das ihnen die BayWa eigentlich schuldet. So wollen sie den Verkauf möglich machen. Der Chef des Genossenschaftsverbands Bayern, Stefan Müller, sagte dazu: „Es ist erfreulich, dass eine Einigung erzielt werden konnte“.
