Der Münchner Agrar- und Energiekonzern BayWa hat sich mit seinen großen Geldgebern auf einen neuen Sanierungsplan geeinigt und verschiebt das Ende der Rettung um zwei Jahre.
Was ist passiert? Die BayWa steckt seit 2024 in einer schweren Krise. Das Unternehmen, das 1923 in München gegründet wurde, kauft Ernten von Bauern und liefert Saatgut, Dünger und Landmaschinen. Jetzt hat sich der Vorstand mit den Banken und den beiden größten Aktionären – den bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie österreichischen Genossenschaften – darauf geeinigt, den Sanierungszeitraum von Ende 2028 auf Ende 2030 zu verlängern. Außerdem sollen Bankkredite um zwei Jahre verlängert werden, damit die BayWa weniger Zinsen zahlen muss.
Wer hilft mit? Sowohl die Banken als auch die beiden Großaktionäre, die zusammen rund 67,1 % der Aktien halten, sind bereit, deutliche Zugeständnisse zu machen. Die Banken wandeln bis zu 700 Millionen Euro ihrer Kredite in ein nachrangiges Instrument um, das nur dann zurückgezahlt wird, wenn genug Geld aus dem Verkauf von Firmenteilen vorhanden ist. Die Aktionäre legen ihre Anteile vorübergehend in eine Treuhand. Wenn sie bis 2029 mindestens 220 Millionen Euro frisches Kapital bereitstellen, bekommen sie die Aktien zurück – sonst werden sie verkauft.
