Die österreichische Tochter der Baumarktkette Hellweg hat ein Sanierungsverfahren eröffnet – sechs Filialen und 165 Jobs stehen auf dem Spiel.
Was ist passiert? Die österreichische Hellweg-Tochter hat beim Gericht in Linz ein sogenanntes Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. Das bedeutet: Das Unternehmen ist zahlungsunfähig und schuldet Gläubigern rund 23,88 Millionen Euro. Betroffen sind sechs Märkte in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark sowie 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch die deutsche Mutter hatte bereits im Juni 2026 in Essen ein solches Verfahren eröffnet.
Wer hilft? Die Gläubigerschutzorganisationen AKV, Creditreform und KSV1870 vertreten die Gläubiger und haben die Zahlen am Dienstag veröffentlicht. Die Insolvenzexpertin Petra Wögerbauer vom KSV1870 begleitet das Verfahren. Wichtig: Kundinnen und Kunden können ihre Kundenkarten und Rabatte weiter nutzen, und der Sanierungsplan sieht laut Creditreform keine Kündigungen vor. Das Unternehmen soll also weiterlaufen, während ein Sanierungsverwalter den Umbau überwacht.
