Beim Jubiläum der Bayreuther Festspiele wurde der Publizist Michel Friedman zuerst ausgeladen – dann hat sich die Festspiel-Chefin entschuldigt.
Was ist passiert? Die Bayreuther Festspiele feiern 150 Jahre Bestehen. Dabei sollte es auch ein besonderes Gedenkkonzert geben. Dafür war der Publizist Michel Friedman eingeladen, dessen Vater das Holocaust überlebt hat. Doch die Veranstaltung wurde plötzlich wieder abgesagt – nur wenige Tage vor dem Termin. Friedman hat sich darüber öffentlich sehr geärgert. Die Festspiel-Chefin Katharina Wagner hat ihn später um Verständnis gebeten und gesagt, dass es ein großes Kommunikationsproblem im Haus gegeben habe. Das Konzert fand am Ende am 3. Juli doch statt.
Wer hilft? Katharina Wagner hat sich ehrlich entschuldigt: „Das alles tut mir von Herzen leid“, hat sie der Süddeutschen Zeitung gesagt. Sie hat zudem angekündigt, dass die Geschichte der Familie Wagner weiter aufgearbeitet werden soll. Dazu gehört auch, dass bisher unbekannte Dokumente aus der Familie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Außerdem wurde das Konzert nachgeholt – mit einem Gedenken an die Opfer der NS-Zeit.
