Ein Kabarettist macht einen Witz über Femizide im Fernsehen, eine Zeitung kritisiert das – und seine Firma droht der Zeitung mit Klage.

Was ist passiert? Am 18. Juni 2026 hat der Kabarettist Dieter Nuhr in der ARD-Sendung "Nuhr im Ersten" einen Witz über Femizide gemacht. Er sagte, Frauen sollten ihren Partner vor dem Sex erst mal kennenlernen, weil nur wenige Männer Frauenmörder seien. Viele fanden diesen Witz geschmacklos, weil er ein ernstes Thema, nämlich die Tötung von Frauen durch (Ex-)Partner, lächerlich machte. Laut Bundeskriminalamt gab es 2023 in Deutschland 938 Mädchen und Frauen, die Opfer versuchter oder vollendeter Tötungsdelikte wurden. Die österreichische Zeitung STANDARD hat das in einem Kommentar kritisiert. Die Produktionsfirma von Nuhr, die Nuhr TV GmbH, hat daraufhin einen Brief an die Zeitung geschrieben und verlangt, den Artikel zu löschen. Außerdem hat sie mit einer Klage gedroht, falls die Zeitung den Artikel nicht bis zum 25. Juni 2026 entfernt.