Im fränkischen Bayreuth beginnen am 25. Juli 2025 die berühmten Wagner-Festspiele - und zwar mit einer ganz besonderen Jubiläumssaison.

Stell dir vor, ein Festival wird 150 Jahre alt. Genau das feiern die Bayreuther Festspiele im Sommer 2025. Seit 1876 gibt es die Opernfestspiele auf dem Grünen Hügel. Gegründet wurden sie von Richard Wagner, einem Komponisten, der schon zu Lebzeiten berühmt und umstritten war. Wagner wollte Opern nicht einfach nur spielen, sondern als Gesamtkunstwerk zeigen - mit großer Musik, Bühne, Licht und Mythen.

Normalerweise stehen in Bayreuth nur sieben Werke auf dem Plan, darunter der berühmte „Ring des Nibelungen" und „Parsifal". Letzteres durfte sogar bis Ende 1913 nur in Bayreuth gespielt werden. Zum Jubiläum gibt es nun aber eine Ausnahme: Wagners Frühwerk „Rienzi" hat am 26. Juli 2025 Premiere - inszeniert von zwei Regisseurinnen. Übrigens: Bis 2025 hatte außer Wagners eigener Familie keine Frau in Bayreuth Regie geführt.

Zum Auftakt am 25. Juli ist sogar Beethovens Neunte Symphonie zu hören - ein eher seltener Gast auf dem Grünen Hügel. Bundeskanzler Friedrich Merz kommt in diesem Jahr zum zweiten Mal, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist sowieso fast immer da. Stars wie König Charles III., Michail Gorbatschow und Schwedens Königin Silvia waren in Bayreuth ebenfalls schon zu Gast.

Heute leitet Katharina Wagner, Wagners Urenkelin, das Festival. Trotzdem hat sich vieles verändert: Bund und Land geben viel Geld dazu und reden deshalb mit. Im Festspielhaus selbst gibt es bis heute keine Klimaanlage - 1876 gab es das einfach nicht. Bei über 30 Grad müssen Publikum und Mitwirkende also durchhalten.