Der Agrarchemie-Konzern Bayer hat vor dem höchsten Gericht der USA einen großen Sieg errungen: Tausende Klagen gegen sein Unkrautvernichtungsmittel Roundup dürften damit fallen.

Roundup ist ein Unkrautvernichter, den viele Landwirte benutzen. In den USA haben Menschen Bayer verklagt, weil sie glauben, dass das Mittel Krebs verursachen kann. Sie sagen, auf der Verpackung habe kein Hinweis auf mögliche Krebsrisiken gestanden. Das höchste US-Gericht, der Supreme Court, hat nun aber entschieden, dass diese Klagen keine Grundlage haben. Die Richter sagten: Wenn die zuständige Behörde ein Produkt prüft und freigibt, kann ein Bundesstaat nicht eigene Regeln für Warnhinweise festlegen. Damit verlieren sehr viele Klagen ihren wichtigsten Punkt.

Angefangen hat alles mit einem einzigen Mann: John Durnell aus den USA. Eine Jury in der Stadt St. Louis gab ihm 1,25 Millionen Dollar, weil die Verpackung von Roundup keinen Krebs-Hinweis hatte. Bayer kämpfte bis vor das höchste Gericht, um diese Begründung zu kippen – mit Erfolg.