Der Chemiekonzern BASF sieht sich trotz Iran-Krise und einer kurzen Sperrung der Hormus-Meerenge gut aufgestellt – gleichzeitig laufen am Hauptstandort Ludwigshafen viele Stellen weg.
Was ist passiert? Der Chemiekonzern BASF schaut gerade auf eine ziemlich unruhige Weltlage. Im Iran gibt es einen Konflikt, und die Straße von Hormus – eine wichtige Schifffahrtsstraße am Persischen Golf – wurde vorübergehend gesperrt. Dort transportieren viele Öltanker ihre Fracht. Finanzchef Dirk Elvermann sagt aber, BASF sei bisher kaum direkt betroffen, weil der Konzern nur wenig im Mittleren Osten Geschäft hat und keine großen Lieferungen durch die Meerenge schickt.
Wer hilft, die Lage im Griff zu halten? Elvermann sieht den Konzern durch seine Aufstellung robust: Die Werke sind vernetzt („integrierte Wertschöpfungskette") und können verschiedene Rohstoffe nutzen. Wird Naphtha – ein wichtiger Grundstoff aus Erdöl – zu teuer, können die Anlagen auch mehr Butan und Propan verarbeiten. Außerdem meldet BASF volle Auftragsbücher und etwas mehr Preissetzungsmacht als zuletzt. Elvermann sagt: „Das merken wir schon in der Nachfrage und insbesondere auch bei den Preisen."
