Deutschland hat zwei Schiffe nach Dschibuti geschickt, um in der Straße von Hormus Minen zu räumen – jetzt prüft Verteidigungsminister Pistorius, sie im Sommer wieder zurückzuholen.

Stell dir vor, eine wichtige Schiffsstraße im Meer ist mit Sprengstoff-Minen blockiert. Genau das ist gerade in der Straße von Hormus passiert – einer Meerenge zwischen dem Iran und Arabien, durch die viel Öl transportiert wird. Damit Schiffe wieder sicher fahren können, wollen mehrere Länder die Minen wegräumen. Deutschland hat dafür das Minenjagdboot „Fulda" und das Versorgungsschiff „Mosel" nach Dschibuti geschickt. Dschibuti liegt in Afrika, direkt am Meer, und ist ein wichtiger Stützpunkt für Militärschiffe.

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat jetzt gesagt: Wenn sich in den nächsten Wochen nichts tut, holen wir die Schiffe im Sommer vielleicht wieder nach Hause. Er wolle nicht, dass die Soldaten bei fast 50 Grad Hitze in Dschibuti auf etwas warten, das vielleicht nicht passiert. „Wir werden dann im Sommer rechtzeitig die Entscheidung treffen, dass im Zweifel unsere Soldaten ihren Sommer bei 40 Grad in Berlin statt bei knapp 50 in Dschibuti verbringen", sagte er.