Die UniCredit Bank Austria übernimmt die heimischen Kundinnen und Kunden des Zahlungsdienstleisters TeleCash und bekommt so Tausende neue Firmenkunden.
Die UniCredit Bank Austria hat sich den Großteil der österreichischen Kundschaft von TeleCash gesichert. TeleCash gehört zum US-Unternehmen Fiserv und wickelt für Händlerinnen und Händler bargeldloses Bezahlen ab. Durch den Deal bekommt die Bank rund 2.500 neue Firmenkunden, etwa 4.000 moderne Bezahlterminals und 16 Millionen Transaktionen pro Jahr, die zusammen ein Volumen von 750 Millionen Euro ausmachen. Die neuen Kundinnen und Kunden sind vor allem kleine Geschäfte und Tourismusbetriebe mit Jahresumsätzen zwischen 500.000 und 50 Millionen Euro, verteilt über ganz Österreich. Bisher wurden sie meist von Regionalbanken betreut. Die Integration auf die Bank-Plattform ist für September geplant, eine eigene Hotline hilft beim Umstieg. „Wir bieten unseren Kunden Gesamtlösungen mit Bezahl-Terminals der neuesten Generation. Für uns ist der Deal ein passender Türöffner für schnelleres Wachstum im gesamten KMU-Bereich“, sagt Dieter Hengl, Vorstand für Firmenkunden. 90 Prozent der TeleCash-Händler sind komplett neu bei der Bank. Damit steigt die Bank von null auf rund vier Prozent Marktanteil im heimischen Zahlungsverkehr, bis 2027 sollen es zehn Prozent sein. Ab Juli bietet die Bank ihren KMU-Kunden das neue System Clover von Fiserv an. Miete ab etwa 15 Euro pro Monat, je nach Modell. Hengl sieht Österreich als möglichen Testmarkt: „Wenn es sich bewährt, könnte es auf weitere Regionen ausgerollt werden.“ Die Bank betont zudem, dass sie die einzige in Österreich sei, die kleinen und mittleren Firmen Absicherungen gegen schwankende Wechselkurse, Rohstoff- und Energiepreise anbietet.
