Deutschland gibt 2025 so viel Geld für sein Schienennetz aus wie nie zuvor – trotzdem fordern Fachleute einen Plan über viele Jahre.

Du fährst mit dem Zug zur Schule oder in den Urlaub? Dann ist das hier für dich interessant. Der Bund hat im Jahr 2025 mehr als 220 Euro pro Kopf in das Schienennetz gesteckt. Das ist Rekord und deutlich mehr als noch vor zehn Jahren, als es nur 56 Euro pro Person waren. Trotzdem steht das Netz laut Bericht der Deutschen Bahn-Tochter DB InfraGo weiterhin mit der Note 3,0 da – also nicht besonders gut.

Warum ist das so? Fachleute sagen: Über Jahrzehnte wurde zu wenig in Gleise, Weichen und Brücken investiert. Selbst mit den neuen Milliarden muss vieles nachgeholt werden. Rund 26.000 Baustellen wurden 2025 abgearbeitet. Aber bis das Netz wirklich fit ist, wird es dauern.

Der Branchenverband Allianz Pro Schiene fordert deshalb einen sogenannten Infraplan – einen Plan, der über mehrere Jahre festlegt, wie viel Geld wofür ausgegeben wird. So etwas gibt es zum Beispiel in der Schweiz und in Österreich. Das Ziel: weniger Chaos, mehr Planungssicherheit für Baufirmen und weniger Sperrungen, die nichts bringen.