Deutschlands Finanzaufsicht BaFin hat im Jahresabschluss von Zalando fehlende Angaben zu einem millionenschweren Aktienkauf gefunden – das Unternehmen sagt aber: Alles ist trotzdem in Ordnung.
Was ist passiert? Die BaFin – das ist die Finanzaufsicht in Deutschland – hat den Jahresabschluss 2025 von Zalando geprüft. Ein Jahresabschluss ist so etwas wie die Schulnote eines Unternehmens: Er zeigt, wie viel Geld reinkommt und rausgeht. Dabei ist der Aufsicht aufgefallen, dass im Anhang dieses Berichts ein paar Pflichtangaben gefehlt haben. Der Anhang ist der Teil, in dem besondere Geschäfte erklärt werden. Konkret ging es um den Kauf von Anteilen an ABOUT YOU, einem anderen Mode-Onlinehändler, den Zalando zuvor übernommen hatte.
Die BaFin hat dazu gesagt: Bei diesem Kauf hätte deutlicher erklärt werden müssen, dass der Verkäufer der Anteile ein Unternehmen ist, das von einem Zalando-Aufsichtsratsmitglied kontrolliert wird. Solche Verbindungen nennt man "nahe stehende Unternehmen". Damit Anleger – also Menschen, die Aktien kaufen – wirklich verstehen, wer an einem Deal beteiligt ist, müssen solche Infos offengelegt werden. Das ist eine wichtige Vertrauensregel an der Börse.
