Im niederösterreichischen Landtag in St. Pölten wird gerade alles umgebaut – und das alte Leder von den Sitzen bekommt ein zweites Leben.

Der Landtagssaal in St. Pölten ist eine riesige Baustelle. Seit etwa sieben Monaten wird dort gearbeitet. Wände, Böden, Technik – alles wird erneuert. Der Saal soll auch barrierefrei werden, damit ihn alle Menschen gut nutzen können. Mitte nächsten Jahres sollen die Arbeiten fertig sein. Die 56 Abgeordneten treffen sich während der Bauzeit im Leopoldsaal, der gleich im Erdgeschoß des Landhauses liegt.

Das Spannendste an der Geschichte: Die alten Sitze der Abgeordneten sind rund 30 Jahre alt, aber das Leder ist noch richtig gut. Statt es wegzuwerfen, lässt man daraus jetzt neue Sachen machen – zum Beispiel Etuis und Laptoptaschen. Auf die Idee kam Lisa Minihold-Pipp vom Amt der NÖ Landesregierung. Landtagspräsident Karl Wilfing (ÖVP) findet das toll, weil das Leder „fast drei Jahrzehnte Landesgeschichte begleitet hat“.